Freitagsbotschaft
Gleichnis vom Sämann Nr. 8/13
Religiöse Verfolgung Nr. 2

1. Einleitung / Zusammenfassung der vorherigen Lektion
Um das Gleichnis vom Sämann zu verstehen, ist es wichtig, das geistliche Gesetz des „Säens, um zu ernten“ (Markus 4,26) zu kennen.

Im Reich Gottes wirkt alles durch Samen: Das Wort ist der Same und das Herz der Boden (Markus 4,14–29). Der Teufel versucht, das Wort am Wurzeln zu hindern, und eine seiner Strategien ist religiöse Verfolgung.

2. Verfolgung
Verfolgung ist:

– Widerstand gegen unseren Glauben;

– Vergeltung für die Nachfolge Jesu;

– der Teufel benutzt Menschen, um Gläubige zu vertreiben, die Evangelisation zu unterdrücken und das Wirken Gottes zu verhindern.

a) Institutionelle oder religiöse Verfolgung – Johannes 16,2

Die gefährlichste und subtilste Form der Verfolgung ist die, in der Religion zum Feind der Wahrheit wird.

Genau das geschah mit Jesus – die religiösen Führer (Pharisäer und Priester) waren seine Hauptverfolger. Formale Religion ohne den Heiligen Geist wird zum Werkzeug des Teufels, um das wahre Wirken Gottes zu unterdrücken.

Religiöse Verfolgung geschieht im Namen Gottes, aber ohne den Heiligen Geist, und äußert sich auf zwei Arten:

a) Innerhalb des Christentums: Gemeinden, die lau und traditionsbewusst werden und sich dem Wirken des Heiligen Geistes widersetzen. Sie verfolgen die Gemeinde.

b) Falsche Religionen und falsche Lehren: Vom Teufel geschaffene Lehren. Falsche Propheten, falsche Lehrer und Religionen, die Gott entgegenstehen.

d) Physische Verfolgung – Beispiel: Stephanus – Apostelgeschichte 7,59
Von Beginn der Kirche an wurden Jünger wegen des Wortes Gottes eingekerkert, gefoltert und getötet.

Diese Art der Verfolgung findet auch heute noch in verschiedenen Teilen der Welt statt. Sie ist der Gipfel spiritueller Intoleranz: Wenn der Feind die Wahrheit nicht länger unterdrücken kann, versucht er, die Gemeinschaft zu zerstören, die sie verkündet.

c) Verfolgung religiöser Menschen
Wenn der Teufel sieht, dass ein Mensch an Gott glaubt und sich von nichts umstimmen lässt, gibt er sich als religiös aus.

Der Teufel erfindet falsche Religionen:

– Er benutzt Menschen (falsche Propheten);

– diese lehren falsche Lehren (die nicht in der Bibel stehen und/oder der Bibel widersprechen).

Diese Art der Verfolgung findet auch heute noch in verschiedenen Teilen der Welt statt. Sie ist der Gipfel spiritueller Intoleranz: Wenn der Feind die Wahrheit nicht länger unterdrücken kann, versucht er, die Gemeinschaft zu zerstören, die sie verkündet. Beispiel: Stephanus – Apostelgeschichte 7,59

3. DIE BRIEFE AN DIE 7 GEMEINDEN DER OFFENBARUNG
a) Gemeinde in Smyrna – Verfolgt vom Teufel – Offenbarung 2,9–10
Anerkannt wegen: Werke, Bedrängnis, geistlicher Reichtum trotz Armut.

Abgelehnt, weil: Sie eine Synagoge Satans ist, in der Gotteslästerung von denen praktiziert wird, die sich Juden nennen.

b) Gemeinde in Pergamon – Der Ort, an dem Satans Thron steht – Offenbarung 2,13
Abgelehnt wegen: dem Ort, an dem Satans Thron steht.

Ein Mensch kann sich am falschen Ort befinden (selbst in einem vom Teufel beherrschten Umfeld) und dennoch gerettet werden, weil:

– er aufrichtig an Gott glaubt; – er zufällig auf bestimmte Wahrheiten gestoßen ist;

– er an Jesus als den Weg, die Wahrheit und das Leben glaubt.

Selbst in spirituell falschen Kontexten:

Gott kann heilen und handeln, denn das Reich Gottes ist nicht physisch, sondern im Herzen.

Erlösung und Gottes Wirken hängen nicht von physischen Institutionen ab, sondern von echtem Glauben.

4. Die Geschichte des Paulus
a) Die Verfolgung des Saulus
Saulus, sein hebräischer Name, wurde in Tarsus, einer bedeutenden Stadt in Kilikien (heutige Türkei), geboren und war römischer Bürger (ein Privileg, das ihm wichtige Rechte einräumte). Er war Jude vom Stamm Benjamin, Pharisäer und in Jerusalem hochgebildet. Als Schüler des berühmten Rabbiners Gamaliel besaß er profunde Kenntnisse des jüdischen Gesetzes (der Tora). Er verfolgte Christen schwer (Apg 26,10-11).

Die Juden erwarteten einen Messias, doch da dieser nicht als Politiker und Befreier von der römischen Herrschaft erschien, lehnten sie ihn ab und töteten ihn. Jesus hingegen erschien demütig, predigte von einem geistlichen Reich und entsprach nicht den religiösen Erwartungen. Saulus bekehrt sich auf dem Weg nach Damaskus zum Christentum – Apostelgeschichte 26,13–18.

b) Paulus wird verfolgt. Paulus, der römische Name, unter dem er den Heiden predigte, geht nach Antiochia, um das Evangelium zu verkünden und zu erklären, dass nur Jesus der Herr ist. Die Juden spalten sich: Einige nehmen ihn an und glauben, andere lehnen sich auf und verfolgen ihn – Apostelgeschichte 13,14–52.
Wer das Evangelium nicht annimmt, lehnt Gott/Jesus selbst ab – Matthäus 10,14.

c) Paulus, der Apostel – Hauptlehren in den Briefen. Paulus stellt Jesus nicht nur als Lehrer oder Propheten dar, sondern als den Sohn Gottes selbst, präexistent und göttlich.

Zu den Hauptlehren des Apostels Paulus gehören:

– Die Göttlichkeit Christi – Kolosser 2,9;

– Tod und Auferstehung – 1. Korinther 15,3–5;

– Die Herrschaft Jesu;

– Die Typologie des Opfers und des Passahfestes;

– Die Jungfrauengeburt;

– Das Abendmahl und die Bedeutung des Opfers;

– Der Sieg über den Teufel;

– Die Erlösung wird durch den Glauben frei geschenkt (Epheser 2,8-9);

– Jesus ist der einzige Mittler (1. Timotheus 2,5);

Der neue Bund ersetzt den alten.