Freitagsbotschaft
Gleichnis vom Sämann Nr. 11/13
Der Trugschluss des Reichtums
1. Einleitung / Zusammenfassung der letzten Lektion
Um das Gleichnis vom Sämann zu verstehen, ist es wichtig, das geistliche Gesetz des „Säens, um zu ernten“ (Markus 4,26) zu kennen.
Im Reich Gottes wirkt alles durch Samen: Das Wort ist der Same und das Herz der Boden (Markus 4,14–29). Der Teufel versucht, das Wort am Wurzeln zu hindern, und eine seiner Strategien ist der Trugschluss des Reichtums.
2. Der Trugschluss des Reichtums
Der Trugschluss des Reichtums ist die Illusion, dass Geld:
– absolute Sicherheit garantiert;
– Identität und Wert definiert;
– Zufriedenheit schenkt;
– die totale Kontrolle über das Leben ermöglicht.
Diese Versprechen scheinen wahr zu sein, doch sie ersticken das Wort Gottes. Das Ergebnis ist nicht unmittelbare Irrlehre, sondern Unfruchtbarkeit. Der Mensch hört zwar zu und stimmt sogar zu, bringt aber keine Frucht.
Nach und nach tritt das Geld an die Stelle Gottes, die Geldgier verdrängt die Liebe zu Gott.
Diese Verblendung erstickt das Wort Gottes durch:
– Sorgen/Ängste: Besessenheit von Rechnungen, Status usw. – Matthäus 6,25–34
– Reichtum: Besitztümer, die das Herz beherrschen, Pflege benötigen und letztlich die Entscheidungen bestimmen;
– Vergnügungen/Ambitionen: ein Lebensstil, der auf Vergnügen, Luxus und Sichtbarkeit ausgerichtet ist – 1. Johannes 2,16
Das Problem ist nicht das Geld an sich, sondern die Geldgier – 1. Timotheus 6,10
3. Beispiele
a) Reicher junger Mann – Matthäus 19,16–22
Er hielt die Gebote, konnte aber seinen großen Reichtum nicht aufgeben.
b) Demas – 2. Timotheus 4,10
Er liebte die heutige Zeit und verließ Paulus.
c) Laodizea – Offenbarung 3,17
Eine reiche Gemeinde, aber geistlich verarmt und nackt.
d) Der reiche Narr – Lukas 12,16–21
Er häufte irdische Beute an statt himmlische und starb noch in derselben Nacht.
4. ANZEICHEN FÜR WACHSENDE DORNEN
a) Zeit
Es bleibt keine Zeit mehr zum Beten, Bibellesen oder für den Kirchgang, dafür aber für Geschäfte, soziale Medien und vermeintliche „Chancen“.
b) Entscheidungen
Das Kriterium lautet nicht mehr: „Wie sehr baut es geistlich auf?“, sondern: „Wie viel bringt es ein?“
c) Gefühle
Freude und Trauer schwanken je nach Kontostand, sozialen Medien und Konsumverhalten.
d) Treue
Gottes Versprechen werden aufgeschoben, sobald es finanziell eng wird.
e) Disziplin: Geben, Dienen, Ausruhen – alles wird von materiellen Bedürfnissen erdrückt.
5. Ermahnung: Für alle, die noch nicht mit Gott leben:
• Übergebt euer Leben Jesus.
• Studiert die Bibel.
• Besucht die Kirche.
• Beginnt, Gottes Weg zu gehen.
Für alle, die bereits mit Gott leben:
• Weicht nicht von Gottes Weg ab.
6. Rolle älterer Gläubiger: Gott ruft jeden Gläubigen zum Dienen auf (Epheser 4,11). Zu diesem Dienst gehören:
– Evangelisierung;
– Jüngerschaftsbekehrung;
– Schulung von Dienern;
– Schutz neuer Gläubiger;
– Begleitung in Kursen, Kleingruppen, Taufen und Bibelunterricht.